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Unsere Frauenprojekte in Indien

Prof. Francis X. D'Sa (Institute for the Study of Religion):
über sozial-caritative Projekte (aus "Theologie führt zur Schwelle, Spiritualität ins Zentrum")

MAHER (= das Zuhause der Mutter)

MAHER ist ein komplexes Unternehmen, das sich zunächst und vor allem um verlassene und geschlagene Frauen und ihre Kinder kümmert.

In den ländlichen Gebieten Indiens hat die Frau im Großen und Ganzen ein schweres Los. Sie genießt weder Freiheit noch Bildung. Noch dazu ist sie ein Arbeitstier und gleichsam eine kindererzeugende Maschine. In Maher bekommen die Frauen am Anfang medizinische und dann psychologische Betreuung. Man untersucht die Familienverhältnisse und schaut, ob eine Versöhnung möglich ist. Der Mann und seine Verwandten werden eingeladen, um zu sehen, ob sie die Frau zurück haben wollen und ob sie sie wirklich gut behandeln werden. Wenn die Antwort negativ ist, dann bleibt die Frau mit ihren Kindern in Maher, wo sie entweder handwerkliche Tätigkeiten lernt oder eine konkrete Aufgabe übernimmt (z. B. als Hausmutter; die Kinder werden je nach Alter in Gruppen von 20 unter der Leitung von zwei Hausmüttern untergebracht) oder anderswo eine Beschäftigung bekommt. Die Kinder besuchen die Dorfschule und werden verschiedentlich betreut.

Maher ist zu einer Art Sprungbrett für Entwicklungs- und Erziehungsarbeit in abgelegenen Orten geworden. In den Dörfern wird gewöhnlich ein Kindergarten aufgebaut. Das bietet auch eine Gelegenheit mit den Eltern zusammen zu kommen. Aus den Begegnungen (und mit Hilfe des Straßen-Theaters unserer Mitarbeiterinnen) entstehen nicht nur Gespräche über Kastenwesen, Frauenverständnis, Kindererziehung Landwirtschaftsmethoden usw., sondern auch Selbsthilfegruppen von Frauen, wo jede Frau jeden Monat eine bestimmte Geldsumme bekommt. Jeden Monat kriegt eine andere Frau die Gesamtsumme. So können sich die Frauen für sich und für den Haushalt etwas Größeres leisten.

Etwas ganz Neues und gleichzeitig Schweres sind die Maher-Stellen für psychisch geschädigte Frauen, für ältere Frauen und Männer aus den ländlichen Gebieten. Selbst bei einer leichten Störung wird eine Frau auf dem Land für verrückt gehalten. Unser Anliegen ist, solchen Frauen eine Heilungsmöglichkeit zu bieten.

Das Wichtigste beim Projekt Maher ist seine interreligiöse und interkulturelle Eigenart. Maher ist ein lebendiger Dialog des Lebens und des gemeinsamen Engagements (wie es der Päpstliche Rat für den interreligiösen Dialog in seinem Dokument "Dialog und Verkündigung" nennt). Der Vereinsvorstand ist interreligiös, die Mitarbeiterinnen von Maher stammen aus den diversen Religionen Indiens und willkommen sind alle Menschen ohne Rücksicht auf Kaste oder Klasse, Religion oder Region.

Maher ist ein Versuch, Interkulturalität und Interreligiosität ernst zu nehmen. Denn durch Maher ist es uns einigermaßen gelungen, Verständigung zwischen verschiedenen Glaubensgemeinschaften zu fördern. Uns hat es besonders gefreut, als ein orthodoxer Hindu-Guru unsere Leiterin Sr. Lucy Kurien für ihre interreligiöse Verständigungsarbeit mit einer Auszeichnung würdigte.

Für mich persönlich stellt Maher eine Herausforderung dar, einerseits meinen christlichen Glauben interreligiös verständlich zu machen und andererseits das Wirken des Geistes in den anderen Religionen wahrzunehmen. Das ist eine nie endende Aufgabe. Für meine Arbeit finde ich eine Bestätigung in den Worten des hl. Augustinus: "Was heute als die christliche Religion bekannt ist, existierte unter den Vorfahren; sie war nicht abwesend seit dem Anfang der Menschheit, bis Christus selber in das Fleisch kam; seitdem wurde daher die wahre Religion, die schon existierte, als christlich bekannt."

T.D.S.S. - Training for Development Scholarship Society

Unterstützt Pionier-Gruppen, die sich für die Bewusstseinsbildung von Frauen, Kindern (auf dem Land) und der Stammesbevölkerung einsetzen.

ISHWARI

Frauen auf dem Land (in der Nähe von Pune). Ishwari ist ein Name der weiblichen Form von Gott - Ishwar. Hier geht es um eine Art Haushaltsschule für junge Frauen, wo sie Verschiedenes lernen: Kochen, Backen, Schneidern, Sticken, Kinder-Hygiene, Kräuter-Medizin, Singen, Tanzen, Straßentheater, Arbeit mit dem Computer, etwas über die Stellung der Frau, die Rolle der Kasten und die Aufgaben der Religionen in der indischen Gesellschaft.

St. Xavier's School, Kodaikanal - Sr. Mary Therese